Transformation gestalten – die Transformationsstrategie
Die Transformationsstrategie für die Fahrzeug- und Zulieferindustrie bietet einen umfassenden und praxisorientierten Ansatz, um die weitreichenden Herausforderungen und Chancen der Branche systematisch anzugehen. Ziel ist, die Wettbewerbsfähigkeit, die Innovationskraft sowie ein hohes Beschäftigungsniveau mit hoher Wertschöpfung zu sichern und zu gestalten. Auf Basis zahlreicher Studien und Analysen werden Maßnahmen in den Feldern Unternehmensentwicklung, Fachkräfte und Beschäftigung, Politik und Gesellschaft sowie Technologie und Nachhaltigkeit vorgestellt.
Verantwortung in der Transformation übernehmen und aktiv werden – die Projekt-Roadmap
Vom Reden zum Handeln kommen – mit der Projekt-Roadmap legen die drei Projektpartner des Projekts „transform.by“ einen Aktivitäts- und Handlungsplan vor, der stringent über eine Vision, Ziele und Unterziele entwickelt und abgestimmt wurde. Die drei Partner beschreiben damit, welche Beiträge sie zu leisten imstande sind. Als Gestaltungsprinzipien wurde abgeleitet, dass ein Zusammenwirken der Sozialpartner und Betriebsparteien ebenso wichtig ist wie eine regionale Verankerung. Damit kann den regionalen Schwerpunkten entsprochen werden und damit können die endogenen Potenziale genutzt werden. Wichtig ist ein, gemeinsam auf regionaler Ebene Zielbilder zu entwickeln und dazu passende Aktivitäten zu planen. Als notwendiges Element wurde eine Governancestruktur auf Basis demokratischer Spielregeln sowie Offenheit und Erweiterungsmöglichkeit ermittelt.
Klare Zielstellung und Koordination der Kräfte – das Zielbild 2035
Mit dem Zielbild 2035 werden aus der Perspektive 2035 zurück auf die jetzige Zeit die verschiedenen Herausforderungen und Themen beleuchtet und abgeleitet, dass ein weitreichender und umfassenderer Ansatz notwendig ist, um der neuen Qualität und Intensität dieser Herausforderungen und Themen zu entsprechen. Die Reichweite erstreckt sich bis hin zu industriepolitischen Fragen und Aspekten der gesamtheitlichen Gestaltung des Innovationssystems im Wettbewerb zu anderen Regionen der Erde. Das Zielbild ist eine realistische Projektion auf Basis von Zielbildern der Regionen Bayerns, Trendscoutings und Trendradaren, betrieblichen Fallstudien, Automotivestudien, Patentanalysen, Analysen der zukünftigen Beschäftigungssituation und Expertinnen- und Expertenbefragungen.
Unternehmensbefragung #transform: Wie gestalten die Automotive-Unternehmen Bayerns die Transformation? Update 2025 (zweite Befragung)
Dieser Bericht beschreibt und analysiert die Ergebnisse der Unternehmensbefragung und geht auf Ver-änderungen zur Vorgängerbefragung ein. Bayernweit wurden insgesamt 117 Automotive-Unterneh-men befragt. Die Befragung untersucht den aktuellen Stand der Unternehmen im Transformationsprozess. Sie berücksichtigt dafür zum einen strukturelle Komponenten, wie die Entwicklung der Beschäftigung und der Aktivitäten in neuen Geschäftsbereichen. Zum anderen werden kulturell-technologische Komponenten, wie vorhan-dene Kompetenzen und Innovationsvorhaben, betrachtet. Auf Basis der Befragung wurde bereits 2023 ein Transformationsreifegrad entwickelt, der den aggregierten Stand der Unternehmen im Rahmen der automobilen Transformation abbildet. Dieser Reifegrad wurde erneut berechnet.
Transformation der Fahrzeug- und Zulieferindustrie in Bayern: Status quo und Perspektiven
Das Ziel dieser Studie bestand darin, eine umfassende Bestandsaufnahme der Fahrzeug- und Zulieferindustrie in Bayern durchzuführen. Es wurde daher auf Grundlage verschiedener Datenbanken und Unternehmensbefragungen zunächst ein Studiendatensatz mit detaillierten In-formationen zu den Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie in Bayern erstellt. Die Informationen umfassen unter anderem Standort, Umsatz und Beschäftigung, Produktportfolio sowie Branchenaktivitäten der Unternehmen. Anschließend wurde dieser Studiendatensatz dazu verwendet, den Status quo sowie Perspektiven in Form von Risiken und Chancen für die Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie auf regionaler Ebene quantitativ zu analysieren. Dabei wird im Detail auf regionale Unterschiede auf Ebene der 71 Landkreise und 25 kreisfreien Städte sowie der 18 Planungsregionen eingegangen.
Transformation in der Automobilindustrie – Sekundärdatenanalyse zu Trends und Treibern
Der Umbruch in der Automobilindustrie führt zu erheblichen Veränderungen bei Geschäftsmodellen, Produkten, Beschäftigung und Kompetenzanforderungen. Die Faktenlage zur Transformation und ihre Bedeutung für die Berufsbildung ist bisher unübersichtlich. Dieser Beitrag ist das Ergebnis der Auswertung von 38 einschlägigen Studien. Die Analyse bietet einen systematischen Überblick über die Auswirkungen der Treiber der Transformation auf Beschäftigung, Kompetenzen und Berufsbilder. Darüber hinaus werden mögliche Szenarien für die Entwicklung von Kompetenzbedarfen und Berufsbildern in der Branche aufgezeigt. Insbesondere die Treiber Klimawandel, Elektrifizierung, Automatisierung, Vernetzung und Digitalisierung beeinflussen fast alle Berufsfelder und Qualifikationsniveaus, vor allem in Fertigungsberufen. Überfachliche Kompetenzen wie Selbstorganisation, Kommunikation und Anpassungsfähigkeit gewinnen in diesem Transformationsprozess an Bedeutung. Eine tiefgreifende Veränderung von Berufsbildern und Qualifikationen ist nicht erkennbar. Nur wenige der analysierten Studien untersuchen, wie sich die aktuellen Berufsbilder verändern. Hier liegt großes Potenzial für weitere Forschung. Ein Szenario zeigt, dass sich beispielsweise das Berufsbild der „Kfz-Mechatroniker*innen“ hin zu „Techniker*innen für Connected Cars“ wandeln könnte. Insgesamt werden digitale Kompetenzen in allen Berufsbildern noch relevanter.
Zukünftige Beschäftigungssituation der Automobilwirtschaft in Bayern
Die vorliegende Studie schätzt anhand von Hypothesen zu ausgewählten Chancenfeldern die zukünftige Arbeits- und Fachkräftestruktur für die bayerische Automobilbranche und deren vor- und nachgelagerten Branchen bis zum Jahr 2040 ab. Der Fokus liegt dabei auf den ausgeübten Berufen und Qualifikationsanforderungen.
Patentbasierte Analyse der Technologietrends in der Automobilbranche in Bayern und weltweit
Grundlage der Studie ist eine neuartige Patentanalyse. Patente sind ein wichtiger Output-Indikator des Forschungsprozesses. Sie stellen den ersten Schritt zur kommerziellen Verwertung des aufgebauten Wissens dar und zeigen, welche Forschungsaktivitäten in etwa 3-5 Jahren voraussichtlich zu neuen Produkten und Prozessen führen werden. Der Fokus der Studie liegt dabei nicht auf der Quantität, sondern auf der Qualität der Innovation. Konkret werden die Entwicklung der Weltklassepatente in für die Automobilbranche relevanten Technologien gemessen. Für die Analyse wurden rund 40 Technologien in neun Oberkategorien definiert, welche das Technologiespektrum im Automobilsektor möglichst umfassend abbilden.
Die Technologien decken sowohl traditionelle Bereiche wie etwa Verbrennungsmotoren als auch alle wichtigen Zukunftssegmente wie autonomes Fahren, Elektromobilität, Vernetzung usw. ab.
Unternehmensbefragung #transform: Wie gestalten die Automotive-Unter-nehmen Bayerns die Transformation?
Die Studie untersucht den aktuellen Stand (2023) und die Herausforderungen der Transformation in der bayerischen Automobilindustrie. Basierend auf einer Befragung von 170 Unternehmen wurde der strukturelle und kulturell-technologische Reifegrad der Branche hinsichtlich Digitalisierung, Innovation und nachhaltiger Geschäftsmodelle analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Unternehmen bereits aktiv Transformationsprozesse verfolgen, jedoch mit Herausforderungen wie Fachkräftemangel, steigenden Rohstoffpreisen und regulatorischen Anforderungen konfrontiert sind. Zudem hebt die Studie Unterstützungsbedarfe hervor und gibt Handlungsempfehlungen zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der bayerischen Automobilwirtschaft.